Filmmuseum München

Freitag, 27. Februar 2026
21:00 Uhr

Hore je nebo, v doline som ja | Promise I’ll be fine

Slowakei, Tschechien 2024 | R: Katarína Gramatová | M: Berlin Manson | B: Igor Engler, Katarína Gramatová, Zvonko Lakčevič | K: Tomáš Kotas | D: Michal Záchenský, Eva Mores, Jana Oľhová, Adam Šuniar, Dominik Vetrák, Július Oľha, Attila Mokos | 93 min | slowakisch OmeU

Der Film, gedreht in einem abgelegenen Dorf in den Karpaten, erzählt die Geschichte des 15-jährigen Enrique. Er lebt bei seiner Großmutter und erfüllt pflichtbewusst die Wünsche seiner meist abwesenden Mutter Martina – in der Hoffnung, dass sie eines Tages genug Geld gespart hat, damit sie wieder zusammenleben können. Doch der Sommer ist lang. Um sich die Zeit zu vertreiben, kurvt Enrique mit seinen Freunden auf dem Moped durch die Gegend. Nach und nach entdeckt er jedoch Martinas wahre Absichten. Er steht vor dem moralischen Dilemma, die Situation zu akzeptieren oder sich von der Ausnutzung durch seine Mutter zu befreien. Enriques Leben steht stellvertretend für die Lebenssituation vieler Kinder und Jugendlicher in der Slowakei, deren Eltern sie auf dem Land („in den Tälern“) zurückgelassen haben, um auswärts zu arbeiten und Geld zu verdienen.

Im Anschluss fand ein Filmgespräch mit der Regisseurin Katarína Gramatová (online) statt.

Hore je nebo, v doline som ja | Promise I’ll be fine ja feierte 2024 seine Weltpremiere auf dem Tokyo International Film Festival und die europäische auf dem Internationalen Filmfestival in Karlsbad in 2025.


Katarína Gramatová (1997)
stammt aus Košice, Slowakei. Die Protagonisten ihrer Filme sind oft Kinder und Jugendliche. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Lebensverhältnisse der Roma-Minderheit. Ihre Kurzfilme Čerešně und Dom Strom / A Good Mind Grows in Thorny Places (ist dieses Jahr auch im Kurzfilmprogramm vertreten) liefen auf mehreren Festivals. Hore je nebo, v doline som ja | Promise I’ll be fine ist ihr Langfilmdebüt.