Projektor - Gasteig HP8, Hans-Preißinger-Straße 8, München

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Dienstag 24. Mai 2022
19.00 Uhr




Żeby nie było śladów / Leave no traces

Regie: Jan P. Matuszyński / PL 2021, 160 Min., OmeU


Im Jahr 1983 gilt das Kriegsrecht in Polen, eingeführt um die unabhängige Gewerkschaft Solidarność auszuschalten. In den Straßen Warschaus herrscht eine Atmosphäre des staatlichen Terrors und der Angst. Willkürlich nimmt die Polizei den 18jährigen Grzegorz Przemyk, Sohn der bekannten Regimekritikerin Barbara Sadowska, und seinen Freund Juriek Popiel fest. Auf dem Polizeirevier wird Grzegorz so misshandelt, dass er an den Folgen stirbt. Der einzige Zeuge des Verbrechens, Jurek, will nicht schweigen. Er versucht die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Dagegen setzt der Staatsapparat, vertreten durch den Geheimdienst, die Polizei und die Gerichte alles in Bewegung um diese Tat zu verschleiern. Akribisch zeigt der Film wie totalitäre Systeme die Wahrheitsfindung durch Machtmissbrauch, Täuschungen und Manipulation zu unterbinden suchen.


Der Film wurde bei den internationalen Filmfestspielen in Venedig 2021 für den goldenen Löwen nominiert und erhielt zahlreiche Preise, unter anderen den Spezialpreis für die beste Regie beim Filmfestival 2021 in Cottbus und den silbernen Löwen beim polnischen Filmfest Gdynia 2021


Jan P. Matuszyński (geb. 1984)

studierte Regie an der Krzysztof Kieślowski Film School in Katowice und Dokumentarfilm an der Wajda School in Warschau. Seine Dokumentar- und Spielfilme wurden vielfach ausgezeichnet.


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