Filmmuseum München

Polen 2024 | R: Mara Tamkovich | B: Mara Tamkovich | K: Krzysztof Trela | M: Lavon Volski | D: Aliaksandra Vaitsekhovic, Valentin Novopolskij, Palina Chabatarova, Andrzej Grabowski, Julia Kamińska, Krystyna Lissowska | 81 min | belarussisch, russisch OmeU
Belarus im Herbst 2020. Nach den manipulierten Präsidentschaftswahlen und der Ermordung eines Demonstranten kommt es zu Massenprotesten. Die regierungskritische Journalistin Lena streamt die brutale Niederschlagung einer friedlichen Demonstration live und wird dabei von einer Polizeidrohne aufgespürt. Trotzdem setzt sie die Übertragung fort und wird kurz darauf verhaftet. Lenas Ehemann Ilya, ebenfalls Journalist, entscheidet sich gegen die Flucht ins Ausland, um in ihrer Nähe zu bleiben. Beide Protagonisten müssen schwere Entscheidungen treffen, um zu überleben und sich selbst treu zu bleiben, während das Regime entschlossen ist, sie zu brechen.
Der Film ist inspiriert von der Inhaftierung der Journalistinnen Kaciaryna Andrejeva und Darja Čulcova, die im Jahr 2020 für den Fernsehsender „Belsat” aus Minsk berichtet haben. Eindringlich verbindet er politische Ereignisse und menschliches Drama und erinnert daran, wie kostbar und verletzlich unabhängiger Journalismus ist.
Under the Grey Sky feierte Premiere beim Tribeca Film Festival, gewann mehrere Preise, darunter den Preis für das beste Debüt beim Polnischen Filmfestival in Gdynia, und wurde für den Europäischen Filmpreis in der Kategorie „European Discovery – Prix FIPRESCI“ nominiert.
ist eine polnisch-belarusische Drehbuchautorin und Regisseurin. Geboren in Minsk, Belarus, zog sie nach Polen, um an der Universität Warschau Journalismus zu studieren. Sie absolvierte ein Filmregiestudium an der Warschauer Filmschule und der Wajda-Schule. Fast zehn Jahre lang arbeitete Mara als Journalistin für unabhängige belarussische Medien, die aus Polen sendeten. Ihre Filme thematisieren gesellschaftlich relevante und realitätsnahe Themen und wurden auf zahlreichen Festivals in Polen und im Ausland präsentiert, darunter das Chicago International Film Festival, das Turiner Filmfestival, das Minsker International Film Festival und das FEST – New Directions | New Films Festival. Sie erhielten über 30 Auszeichnungen.
Eintrittspreis 5 €.
Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.
Online-Tickets auf der Website des Filmmuseums München