Filmmuseum München

Donnerstag 26. Februar 2026
19:00 Uhr




Polowanie na muchy | Hunting Flies

Polen 1969 | R: Andrzej Wajda | B: Janusz Głowacki | K: Zygmunt Samosiuk | M: Andrzej Korzyński | D: Zygmunt Malanowicz, Małgorzata Braunek, Hanna Skarżanka, Ewa Skarżanka, Józef Pieracki, Daniel Olbrychski | 104 min | polnisch OmeU


Pop Art auf Polnisch in einer Groteske des Schriftstellers Janusz Głowacki: Der freie Übersetzer Włodek ist kaum freier als die Insekten, die sein Schwiegervater auf herabhängenden Klebefallen im Wohnzimmer fängt. Dieses dient Włodek zugleich als Arbeitsplatz und seiner Frau Hana und ihm als Schlafzimmer, denn 1969 ist die Wohnungsnot im kommunistischen Warschau groß. Die Aufnahme in den Schriftstellerverband verheißt ungeheure Privilegien. Und so wird der gutmütige Włodek von allen Seiten unter Druck gesetzt, das in ihm schlummernde literarische Genie zu offenbaren. Selbst eine Flucht aufs Land mit der Geliebten bringt keine Erleichterung, höchstens böse, psychedelische Tagträume. Die ganz im Stil der Swinging Sixties ausgestattete „Fliegenjagd“ gilt als einzige Komödie des Regisseurs Andrzej Wajda, der am 6. März 2026 seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte.



Andrzej Wajda 1926

war einer der bedeutendsten polnischen Film- und Theaterregisseure. In seinen rund vierzig Filmen befasste er sich häufig mit der Nationalgeschichte, so in Kanał / Der Kanal (1957), Popiół i diament / Asche und Diamant (1958) oder in Werken über und mit Lech Wałęsa, Człowiek z żelaza / Der Mann aus Eisen (1981) und Wałęsa – Człowiek z nadziei / Wałęsa – Der Mann aus Hoffnung (2013). In Katyń / Das Massaker von Katyn (2007) thematisierte er die Ermordung seines Vaters Jakub, eines Infanterieoffiziers, während des sowjetischen Massakers 1940. Von 1989 bis 1991 war Wajda Abgeordneter der Solidarność im polnischen Senat. Auszeichnungen (Auswahl): 1957 Sonderpreis der Jury in Cannes, 1998 Goldener Löwe in Venedig, 2000 Oscar für das Lebenswerk, 2006 Ehrenbär der Berlinale, 2011 Orden des Weißen Adlers, 2016 Ehrenpreis bei der Verleihung der Europäischen Filmpreise (postum).


Eintrittspreis 5 €.

Die Kasse öffnet jeweils 60 Minuten vor und schließt 30 Minuten nach Beginn der Vorstellung. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen verbleibt ein Kartenkontingent für den freien Verkauf an der Abendkasse.

Online-Tickets auf der Website des Filmmuseums München